Eine ganze Schule macht Musik

Der Lehrerchor hat unter der Leitung von Lena Kunzmann beim „Special Concert“ unter anderem an die Beatles und an Supertramp erinnert.

Die voll besetzte Halle, den tosenden Beifall und die lautstark geforderten Zugaben könnte man erwähnen, ebenso die gute Stimmung und die große musikalische Bandbreite, die von der gefühlvollen Ballade bis zum Rock’n’Roll-Klassiker, von Roger Cicero bis zu Journey reicht. Und dennoch würde man damit nur einen vagen Eindruck von dem vermitteln, was am Donnerstag beim „Special Concert“ des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums tatsächlich geboten war. Es ist ein Abend voller Abwechslung und Vielfalt gewesen, ein regelrechter Parforceritt durch die Genres und Stilrichtungen, der die Zuhörer in der Remchinger Kulturhalle begeistert hat. Insgesamt stehen und sitzen in fünf Formationen mehr als 100 Mitwirkende auf der Bühne: nicht nur Schüler von der fünften Klasse bis zur Oberstufe, sondern auch zahlreiche musikalische Lehrer. Das Weben zarter Klangteppiche beherrschen sie ebenso wie die zupackende Präsentation mitreißender Melodien. Fast ein Jahr haben die Musiker und Sänger geprobt, immer mit dem Ziel vor Augen, ihrem Publikum eine Freude zu bereiten. Ein Ziel, das laut Hartmut Westje-Bachmann allerdings nur dann erreicht werden kann, wenn alle zusammenarbeiten. Der Direktor sieht darin einen wichtigen Grundsatz, der in der Gesellschaft insgesamt gelten sollte. Er freut sich über die „großartige Leistung“ der Schüler – und über die vielen Zuhörer, die beim „Special Concert“ mehr als zwei Stunden lang viel Spaß haben. Etwa beim Auftritt der Unter- und Mittelstufen-Bigband, die mit ihren neuen Saxofonisten Titel wie „Viva La Vida“ von Coldplay, „Hello“ von Adele und aus dem „Dschungelbuch“ präsentiert. weiterlesen Eine ganze Schule macht Musik

Vom Mietvertrag bis zur Krankenversicherung

Zahlreiche Referenten haben ihr Wissen am Königsbacher Gymnasium weitergegeben – sehr zur Freude von Raphael Jost (Mitte, graues Oberteil), der den Zukunftstag dort geleitet hat. (rol)

Am Königsbacher Gymnasium haben Abiturienten gelernt, auf was es beim Start ins Berufsleben in der Praxis ankommt.

Auf was muss man beim Abschließen eines Mietvertrags achten? Wann fängt man mit der Altersvorsorge an? Wie wählt man die passende Krankenkasse aus? Wer muss welche Steuern bezahlen? Es gibt viele Fragen, auf die die Schüler eine Antwort suchen. Entsprechend konzentriert hören sie zu, entsprechend eifrig machen sie sich Notizen, als ihnen externe Referenten erklären, auf was es beim Übergang von der Schule in den Beruf oder ins Studium ankommt. Beim Zukunftstag vermitteln sie den Abiturienten des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums in mehreren Workshops jede Menge Grundwissen in den Bereichen Finanzen und Wohnen, aber auch Wissenswertes zur Alters- und Gesundheitsvorsorge. Ausgerichtet von der gemeinnützigen Initiative für wirtschaftliche Jugendbildung und von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert, richtet sich das Format schulartenübergreifend in erster Linie an Abschlussklassen. „Man merkt, dass das Interesse groß ist“, sagt Raphael Jost, der den Zukunftstag am Königsbacher Gymnasium ehrenamtlich leitet und begeistert ist von der Mitarbeit der insgesamt mehr als 70 teilnehmenden Schüler. weiterlesen Vom Mietvertrag bis zur Krankenversicherung

„Eine Stadt in der Stadt“ – Exkursion zur BASF

Am Freitag, den 17. Mai 2024, fuhr der Chemie-LK des LMG zur Badischen Anilin- und Sodafabrik (BASF) nach Ludwigshafen.
Nach einer pünktlichen Ankunft trotz langen Fahrtweges und erschwerten Wetterbedingungen wurden wir gegen 10 Uhr freundlich von Herrn Dr. Lucien Thiel begrüßt, der uns die folgenden drei Stunden begleitete. Los ging es mit einer Führung durch das Besucherzentrum, in welcher wir zunächst anhand unserer verschiedenen Sinnesorgane erklärt bekommen haben, wo wir in unserem Alltag überall Chemie erleben. Obwohl wir als Chemie-LK, der gerade die schriftliche Abiturprüfung hinter sich hat, mit viel Vorwissen antraten, konnte uns Herr Dr. Thiel einiges Neues mitgeben und teilweise perfekt an die im Unterricht gelernte Theorie anknüpfen. Zu sehen, wie unser Unterrichtsstoff im größten zusammenhängenden Chemieunternehmen der Welt Anwendung findet, hat uns sehr beeindruckt und die Chemie noch greifbarer gemacht. So wurden uns unter anderem Produkte gezeigt, welche aus Ausgangsstoffen der BASF hergestellt wurden. Diese reichen von Schädlingsbekämpfungsmitteln bis hin zu Sportschuhen.
Anschließend stiegen wir mit Kittel und Helm ausgerüstet in den extra für uns bereitgestellten Reisebus zur Werksrundfahrt. Auf diese freuten wir uns besonders. Völlig überwältigt vom Anblick unglaublich vieler Rohre, riesiger Tanks und der immensen Ausdehnung des Firmengeländes fuhren wir durch die nach Chemikalien benannten Straßen. Herr Dr. Thiel machte dabei auf sehr interessante Aspekte der Chemikalienproduktion aufmerksam. Bei der Ammoniak-Anlage, welche eine Jahresleistung von 875.000 Tonnen Ammoniak besitzt, machten wir einen Halt und schauten uns diese zunächst anhand eines Modells an. Hieran wiederholte Dr. Thiel die Theorie des Haber-Bosch-Verfahrens, sodass uns die tatsächliche Anlage mit den einzelnen Reaktionsschritten später viel eindrücklicher war.
Nach der Werksrundfahrt ging es auch schon wieder zurück zum Besucherzentrum. Anschließend haben wir die Exkursion mit einem Restaurantbesuch am Rhein bei leckerer Pizza ausklingen lassen. Wir hatten somit an diesem Tag sehr viel Spaß, konnten Neues dazulernen und danken sowohl der BASF für die interessanten Einblicke als auch Herrn Kreutel für die Organisation!
Till Bischoff

Jugend trainiert für Olympia – Spannung pur!

Foto Kustos © – Beim Auswärtsspiel in Baden-Baden (Anna, Jana, Marleen und Leonie)

Am vergangenen Dienstag reisten wir zum altehrwürdigen TC RW Baden-Baden – 1881 als erster Tennisclub in Deutschland gegründet. Dort empfing uns das Markgraf-Ludwig-Gymnasium, um bei schönstem Wetter den Finalteilnehmer auf Regierungspräsidiums-ebene zu ermitteln.
Während die vorderen beiden Einzel von Jana und Leonie klar in zwei Sätzen gewonnen wurden, haderte Marleen etwas mit ihrem Spiel und verlor ihre Partie. Anna musste nach einem Durchhänger im zweiten Satz in den Match-Tiebreak und hatte hier äußerst knapp mit 10:12 das Nachsehen. Somit stand es vor den entscheidenden Doppeln 2:2 und durch das Satzverhältnis war klar, dass ein Doppelsieg genügen würde.
Beide Partien verliefen gerade umgekehrt, während Jana/Leonie den ersten Satz klar verloren und das Spiel durch einen deutlichen Satzgewinn in den entscheidenden Match-Tiebreak brachten, verlief es für Marleen/Anna genau umgekehrt. So blieben beide Doppel bis zum letzten Punkt auf Messers Schneide, leider mit dem schlechteren Ende für uns. Das Zweierdoppel verlor knapp mit 10:12 und anschließend hatten Jana und Leonie nach Abwehr eines Matchballes sogar zweimal die Chance zum Sieg, das gegnerische Team wehrte diese jedoch gut ab und konnte selbst ihren zweiten Matchball nutzen. Somit unterlagen wir am Ende äußerst knapp mit 2:4 und werden im kommenden Jahr einen erneuten Anlauf nehmen!
Th. Kustos

2. Deckenflohmarkt für Kinder- und Jugendliche

Du willst dein Taschengeld aufbessern, Spielzeug tauschen oder Schnäppchen machen?
Dann hast du am 08. Juni 2024 von 10-13 Uhr die Gelegenheit dazu. An diesem Tag veranstalten wir Schulsozialarbeiter*innen aus Königsbach-Stein zum 2. Mal einen Decken-Flohmarkt für Kinder- und Jugendliche.

Alle Kinder und Jugendlichen sind herzlich eingeladen ihre aussortierten Bücher, Spielsachen, Kleidung und weiteres auf einer Picknick-Decke auf dem Schulhof des Bildungszentrums Königsbach-Stein zu verkaufen. Für das leibliche Wohl wird mit leckeren Hot Dogs, Waffeln, Getränken uvm… auch gesorgt.

Anmeldungen bis zum 31.05.2024 unter:
schulsozialarbeit-koenigsbach-stein@miteinanderleben.de

Wir freuen uns auf dich!!
Dein Team Schulsozialarbeit Königsbach-Stein
Lea Pfrommer und Marina Ljasow (Bildungszentrum)
Rita Boob und Christiane Holder (Johannes-Schoch-Schule und Heynlinschule)
Anke Burkhard und Urs-Sebastian Rehm (Comeniusschule)

Vielfältige Eindrücke

Anfang März begaben sich alle siebten Klassen ins Ski-Schullandheim sowie das Sport-Leistungsfach auf Fachexkursion nach Südtirol, dieses Jahr wieder ins angestammte Skigebiet Klausberg im Ahrntal. Erneut konnten die begleitenden Lehrerteams sehr vielen Kindern das Skifahren beibringen, sodass nicht nur die besonderen Klassen- und Schulgemeinschaftserlebnisse eines Schullandheims im Vordergrund standen, sondern eine neue, sportliche Perspektive ermöglicht wurde. Die Woche verging für viele zu schnell, in Erinnerung bleiben jedoch unter anderem musikalische Hin- und Rückfahrten, bunte Abendprogramme, Skikurse bei strahlendem Sonnenschein und starkem Schneefall sowie für alle Beteiligten die anderen Perspektiven im Umgang mit- und untereinander. Mit ein Grund, warum diese sieben Tage enormes pädagogisches Potenzial bieten und weiterhin einen großen Stellenwert innerhalb des Schulcurriculums einnehmen, um sowohl die Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung als auch die Klassen- und Schulgemeinschaft zu stärken.
T. Kustos

Jugend trainiert für Olympia – Tischtennisspieler stark vertreten

Mit einer Rekordzahl von vier Mannschaften in verschiedenen Altersklassen war unsere Schule beim Finale auf Regierungspräsidiumsebene am 6. Februar in Walldorf am Start.
Die Mädchenmannschaft im Wettkampf 2 Bundesebene mit Tina, Amelie, Thea, Stina, Emely und Malena scheiterte ganz knapp am Einzug ins Landesfinale. Die Partie gegen den Walter-Hohmann-Schulverbund Hardheim war bis zum letzten Punkt hart umkämpft, am Ende hieß es dann jedoch leider 4:5. Durchaus hätte es auch anders ausgehen können, so wurde man knapp geschlagen Zweiter.
Die älteren Jungen im WK 2 Bundesebene gewannen ihr erstes Match gegen das Gymnasium Hohenbaden mit 6:3. Für Luka, Neven, Raoul, Elias, Ruben und Lukas war danach jedoch gegen das Thomas-Mann-Gymnasium Stutensee das Turnier beendet. Zu stark war der Gegner, sodass man im Gesamtklassement den dritten Platz belegte.
Auch im WK 3 Bundesebene bot sich ein ähnliches Bild. Nils, Max, Tom, Johann, Jakob und der kurzfristig eingesprungene Linus gewannen gegen die Lothar-von-Kübel-Realschule Sinzheim deutlich mit 5:0, fanden dann im Gymnasium Karlsbad aber ihren Meister. Linus konnte seinen Gegner mit 3:0 Sätzen besiegen, insgesamt waren die Karlsbader am Ende klar mit 5:1 gegen uns erfolgreich, wodurch ebenfalls der dritte Platz erreicht wurde.
Aller guten Dinge sind drei! Fabian, Linus, Luca und Jakob ereilte das gleiche Schicksal wie die anderen beiden Jungenmannschaften. Gegen das Burghard-Gymnasium Buchen gewann man mit 5:1, wobei durch einen abwesenden Spieler allein zwei Siegpunkte kampflos zu uns fielen. Die Dietrich-Bonhoeffer-Schule Weinheim demonstrierte dann jedoch ihre Stärke. Luca gelang mit einem guten Fünf-Satz-Sieg ein Ehrenpunkt, die 1:5 Niederlage spiegelte die Leistungsverhältnisse aber klar wider, wodurch der dritte dritte Platz heraussprang.
Im kommenden Schuljahr versuchen die Tischtennisspieler erneut ihr Bestes, jüngere Spieler rücken nach. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die beiden Oberstufenschüler Finn Aydt und Jannes Kuschel, welche die Mannschaften mit betreuten und somit nach Jahren der eigenen Teilnahme dem Schulsportwettbewerb auch in einer weiteren Funktion erhalten blieben.
Th. Kustos

Vaterschaftsnachweis mittels genetischem Fingerabdruck

Die Kursstufe 2 des deutschen sowie des bilingualen Biologie-Leistungskurses von Frau Heidt und Frau Schiegl nahmen am Freitag, den 2. Februar 2024, gemeinsam an einem Praktikum im schuleigenen Stützpunktlabor teil.
Beide Kurse hatten das Verfahren des genetischen Fingerabdrucks bereits im Rahmen des Unterrichts theoretisch kennen gelernt, mit dem Ziel, das erworbene Wissen nun praktisch und wissenschaftsnah zu vertiefen.
Für einen genetischen Fingerabdruck betrachtet man die nicht codierenden Bereiche der menschlichen DNA, die zwischen den Genen liegen. Sie bestehen aus sich vielfach wiederholenden Nukleotidsequenzen, den sogenannten „Short Tandem Repeats“ (STRs). Es ist die Anzahl dieser repetitiven Sequenzen, sogenannter STR-Polymorphismen, in der sich Menschen stark unterscheiden und die sich der genetische Fingerabdruck zunutze macht.
Da die DNA und damit auch diese STR-Regionen des menschlichen Erbguts jeweils zu 50 Prozent von den beiden Eltern auf das Kind vererbt werden, können sie für eine Verwandtschaftsuntersuchung herangezogen werden.
An diesem Nachmittag war es die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler, die Verwandtschaftsverhältnisse einer Mutter, ihrer zwei Kinder und drei potentieller Väter zu klären.
Zunächst mussten die zur Verfügung stehenden DNA-Proben mittels PCR (Polymerase-Ketten-Reaktion) in einem Thermocycler vervielfältigt werden, um sichtbare Ergebnisse zu erzielen. Daraufhin wurde ein Agarose-Gel angefertigt und die zuvor vervielfältigten Proben mittels Gelelektrophorese nach Größe aufgetrennt. Für jede Probe entstand so ein individuelles Bandenmuster, das nun mit Hilfe eines Farbstoffes unter einer UV-Bank sichtbar gemacht und ausgewertet werden konnte.
Auf diese Weise war es den beiden Biologiekursen möglich, die Vaterschaft aufzuklären.
Unser ganz herzlicher Dank geht an den Laborleiter Herrn Fabian Kreutel, mit dessen gezielten Fragen beiden Kurse ihr Wissens aktivieren, anwenden und vertiefen konnten.
Verena Schiegl

Chemie LK gewinnt Einblicke in die Batterieforschung

Der Chemie Leistungskurs der Kursstufe 2 von Herrn Kreutel hatte Ende Januar die Gelegenheit, ein informatives Praktikum zum Thema „Batterien und Akkus“ am Karlsruher Institut für Technologie zu absolvieren.
Der Tag begann früh, als wir gemeinsam von der Schule aus zum KIT fuhren. Dort erwartete uns ein abwechslungsreiches Programm rund um das Thema „Batterien“. In Experimenten zur Akkuaufladung und Elektrolyse konnten wir unser erworbenes Wissen aus dem Unterricht praktisch anwenden und vertiefen. Insbesondere Lithium-Ionen-Akkus standen im Fokus, welche in vielen Bereichen des Alltags, beispielsweise in Smartphones und Elektroautos, Anwendung finden. Im Praktikum verglichen wir dann NMC-(Nickel-Mangan-Cobalt-)-Akkus und Lithium-Eisenphosphat-Akkus, unter anderem indem ihre Ladekurven grafisch aufgezeichnet und ausgewertet wurden.
Nach einem lehrreichen Vormittag stärkten wir uns in der Mensa des KITs, um im Anschluss eine spannende Führung durch die Ausstellung des Fortbildungszentrums für Technik und Umwelt zu erhalten. Anschließend fuhren wir zum Batterietechnikum, in welchem wir Einblicke in die moderne Batterieforschung erhielten. Diese reichten vom Zuschnitt der Elektroden und deren Beschichtung bis hin zur Hochskalierung der Prozesse auf industriellen Maßstab. Damit kein Staubkorn die Herstellungsverfahren und die Messungen verfälscht, mussten wir sogar spezielle Überzüge für die Schuhe anziehen. Der Blick hinter die Kulissen der Batterieforschung und -fertigung zeigte uns die Komplexität und die aktuellen Fortschritte in diesem zukunftsträchtigen Industriezweig eindrücklich auf.
Theo Berger, K2