Abi in der Tasche – und dann?


Direktor Hartmut Westje-Bachmann steht an dem Denkmal, das sich die Königsbacher Abiturienten auf dem Schulhof gesetzt haben. Es handelt sich um einen Baum, der wachsen und gedeihen soll. (rol)

Das Abitur ist eine Zäsur: Für die Schüler endet ein Lebensabschnitt und ein neuer beginnt. Doch wie genau wissen die Abiturienten eigentlich, was sie nach ihrem Abschluss machen wollen? Nachfrage beim Königsbacher Gymnasium.

Auf der Bühne wird getanzt und gesungen, gelacht und geweint. Die Schüler halten Dankesreden, überreichen Präsente und zeigen Bilder ihrer Studienfahrten. Es sind die letzten Stunden, die sie gemeinsam verbringen. Danach geht es für sie ins Berufsleben oder ins Studium. Oder doch nicht? Wie genau wissen die Abiturienten des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums schon, was sie nach dem Abschluss vorhaben? Genau kann das Hartmut Westje-Bachmann nicht sagen, denn anders als Real-, Haupt- und Werkrealschulen müssen Gymnasien dazu keine Statistiken führen. Aber der Direktor hat im Gespräch mit den Schülern und ihren Lehrern einen ganz ordentlichen Eindruck erhalten, der über eine rein subjektive Einordnung hinausgeht. Seine Einschätzung: „Der ganz große Teil macht seinen Weg.“ Er glaubt, dass etwa die Hälfte der Abiturienten schon ziemlich genau weiß, wie es weitergehen soll. Bei den meisten bedeutet das nach seiner Erfahrung: Studium, möglichst in Bereichen, die nah bei ehemaligen Unterrichtsfächern liegen. „Ab und zu, nicht ganz so häufig“ bekommt er mit, dass Schüler in der Oberstufe auf einen konkreten Berufswunsch hinarbeiten. Etwa, indem sie den Fokus auf einzelne Fächer lenken, in denen sie freiwillig zusätzliche mündliche Prüfungen absolvieren, um schriftliche Zensuren zu verbessern. weiterlesen Abi in der Tasche – und dann?

Bewegender Abschluss der Schulzeit

Am Ende des Abends stehen alle Abiturienten nebeneinander, um gemeinsam ein Lied zu singen. (rol)

Mit einer festlichen Gala haben die Abiturienten des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums ihren Schulabschluss gefeiert.

Schulter an Schulter stehen am Ende alle gemeinsam auf der Bühne, um ein Lied zu singen. Auch, wenn er nur wenige Minuten dauert, wird dieser Moment in Erinnerung bleiben. Denn er markiert für alle Beteiligten nicht weniger als das Ende eines Lebensabschnitts und den Beginn eines neuen. Mit einem mitreißenden Tanz, mit handgemachter Musik der Band, mit humorvollen Videos und unterhaltsamen Spielen haben die Abiturienten des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums ihren Abschluss gefeiert. Es ist ein Abend voller Erinnerungen, voller Lob, Abschied und Optimismus. 60 Schüler haben die allgemeine Hochschulreife erreicht, etliche von ihnen mit einem Notendurchschnitt, der unter 1,6 liegt. Bei einem beachtlichen Gesamtdurchschnitt von 2,0 haben zwei Schüler sogar eine glatte Eins im Zeugnis stehen. weiterlesen Bewegender Abschluss der Schulzeit

Königsbacher Abiturient gehört zu den besten im gesamten Land

In seiner Freizeit sieht man Mathis Lamprecht oft auf dem Fußballplatz, meistens im Trikot der Steiner Turngesellschaft. Bei ihr spielt er schon, seitdem er sechs Jahre alt ist. Der 18-Jährige schätzt seinen Heimatverein und will ihm auch in Zukunft treu bleiben. (rol)

Mathis Lamprecht hat nicht nur das beste Abiturzeugnis des Königsbacher Gymnasiums, sondern auch eines der besten im ganzen Land. Trotzdem verbringt der 18-Jährige seine Zeit nicht nur mit Lernen. Schon bald geht er weit weg, um in Südafrika anderen Menschen zu helfen.

Kritik gibt es nicht, an keiner Stelle. Stattdessen steht immer das Positive im Mittelpunkt. Während des gesamten Gesprächs sprüht Mathis Lamprecht nur so vor Optimismus und Zuversicht. Der 18-Jährige hat viel erreicht und viel vor. Als am Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium vor kurzem die Abiturzeugnisse verteilt wurden, fiel sein Name als letzter. Denn Mathis ist es gelungen, den besten Durchschnitt zu erreichen. 890 von 900 Punkten hat er geschafft – und damit rein rechnerisch eine Note, die noch unter 1,0 liegt. Bei der Abiturfeier erhält er nicht nur dafür viele Preise, sondern auch für seine herausragenden Leistungen in den einzelnen Fächern und für sein großes Engagement in der Bigband der Schule. Auf die Idee, damit anzugeben, würde Mathis aber nie kommen. Stattdessen wiegelt er ab und meint, ihm sei das Lernen eben schon immer eher leichtgefallen. An seine Schulzeit erinnert er sich gern, vor allem wegen seiner Mitschüler. „Wir hatten einen echt coolen Jahrgang und eine richtig gute Zeit.“ Spaß gemacht hat Mathis die Schule schon immer, vor allem der Mathematik-Unterricht. In der Grundschule war er gut im Eckenrechnen, später konnten ihm auch noch so komplexe Formeln nichts anhaben.

Klar, dass Mathematik in der Oberstufe zum Leistungskurs wurde, neben Physik und Wirtschaft. Die erste mündliche Prüfung absolvierte er in Deutsch, die zweite ersetzte er durch das Hector-Seminar, an dem er von der sechsten Klasse bis zum Beginn der Kursstufe teilgenommen hat. Übrigens nach ausdrücklicher Empfehlung seiner Lehrer, denn Zugang erhalten nur besonders begabte Schüler im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Zu Beginn der Kursstufe hat Mathis sich das Ziel gesetzt, beim Abitur einen Durchschnitt von 1,3 zu erreichen. „Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass eine 1,0 drin sein könnte.“ Verbissen darauf hingearbeitet hat er aber nie, denn er weiß: „Man darf sich da nicht zu sehr reinsteigern.“ Mathis ist dankbar, dass ihn seine Eltern immer unterstützt, aber nie unter Druck gesetzt haben. Ganz im Gegenteil. „Sie haben mir immer wieder gesagt, dass ich mir nicht zu viel Stress machen soll.“ Den hatte der Abiturient aber ohnehin nicht, außer vielleicht, wenn es knapp wurde mit Abgabefristen. Obwohl seine zu den besten im ganzen Land gehören, ist Mathis überzeugt, dass Noten gesellschaftlich überbewertet werden, dass sie nicht der einzige Faktor sein sollten, um Menschen zu beurteilen. weiterlesen Königsbacher Abiturient gehört zu den besten im gesamten Land

Mit dem weinenden Teppich ins Abenteuer

Am Ende des Theaterstücks kann sich der kleine rote Teppich doch noch zum Fliegen überwinden. Damit rettet er seine Freunde aus einer misslichen Lage. (rol)

Einen humorvollen Blick auf die Märchen aus dem Orient bietet ein Theaterstück des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums. Die Schüler haben das Stück komplett selbst entwickelt.

Schön sieht er ja aus, der kleine rote Teppich. Nur fliegen will er nicht. Auch nicht, als Aladdin sich auf ihm niederlässt und Kommandos gibt. Stattdessen fängt der kleine Teppich an zu weinen, denn: „Es ist alles so traurig.“ Mit piepsiger Stimme klagt er wortreich sein Leid, vor allem über die Flugangst, die bisher immer verhindert hat, dass er abhebt. Es ist nicht der einzige Moment, der das Publikum zum Lachen bringt. Auf der Bühne des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums geht es in der Welt von Tausendundeiner Nacht etwas anders zu als in den meisten Märchen und Kinofilmen. In monatelanger Arbeit hat die Theater-Arbeitsgemeinschaft ein Stück entwickelt, das gezielt die einschlägigen Bilder und Themen aufgreift, um eine neue, humorvolle Geschichte zu erzählen. Was das Publikum mit viel Applaus würdigt, ist eine Weltpremiere, die es so wohl nicht nochmal zu sehen gibt. „Wir wollten bewusst etwas Neues machen“, sagt Lehrerin Andrea Bodmann, die die Arbeitsgemeinschaf leitet und mit den Schülern seit Oktober geprobt hat: zunächst anderthalb Stunden pro Woche, kurz vor der Aufführung etwas öfter. 15 Kinder und Jugendliche von der fünften bis zur achten Klasse gehören aktuell zu der AG, die viel Raum für Kreativität bietet. Als beim Improvisieren zu Beginn des Schuljahrs einer der Schüler den Aladdin gespielt hat, entstand die Idee, ein orientalisches Märchen auf die Bühne zu bringen. weiterlesen Mit dem weinenden Teppich ins Abenteuer

Abitur am Lise-Meitner-Gymnasium 2026

Unter Vorsitz von Frau Oberstudiendirektorin Elke Engelmann, Ludwig-Marum-Gymnasium Pfinztal, wurde am 29.6.2026 und 30.6.2026 die mündliche Abiturprüfung am Lise-Meitner-Gymnasium in Königsbach durchgeführt. Die Durchschnittsnote aller Abiturienten ist 2,0.

Eine Abiturnote zwischen 1,0 und 1,5 haben 17 SchülerInnen erreicht:
1,0 Mathis Lamprecht
1,0 Nikolai Skirke
1,1 Laureen Höckh
1,1 Clemens Bischoff
1,1 Paulina Arnold
1,2 Emma Lehnus
1.2 Smilla Wippel
1,2 Noah Morlock
1,3 Luisa Schorr
1,3 Robert Seifert
1,3 Clara-Luise Gantikow
1,4 Aurelia Duda
1,4 Emilia Zachmann
1,4 Julian Fischenich
1,4 Elias Drude
1,5 Maya Kauselmann
1,5 Andreas Sixt

Das Abitur bestanden haben:
Colin Maximilian Adam, Lisa Sophie Arlt, Paulina Arnold, Joleen Bastian, Jenny Kim Bäuerle, Margarita Patricia Desiree Baumann, Chiara Bender, Clemens Bischoff, Dennis Brandl, Loreena Braun, Helen Bräutigam, Elias Noah Drude, Aurelia Duda, Nick Felten, Julian Florin Fischenich, Clara-Luise Gantikow, Jana Georgieva, Renée Anna Goblirsch, Jule Hasreiter, Aidan Alexander Henry, Laureen Höckh, Alina Jäger, Elisa Jeske, Marleen Jung, Kerem Karakoc, Maya Kauselmann, Jakob Simon Kazenwadel, Benjamin Klingel, Romy Kloiber, Franz Kramlich, Stina Kraus, Mathis Lamprecht, Emma Lehnus, Fanny Rosa Loulou Maier, Jana Sofie Meeh, Andrei Morariu, Noah Morlock, Isabelle Nikolas, Yannik Pfeffinger, Luis Pöschel, Mia Sophie Probst, Hannes Querengässer, Leonie Rapp, Lisa Sophie Reimold, Marla Reith, Kolja Rexroth, Mira Ruhnke, Jens Theodor Schade, Lara Mackenzie Schmidt, Luisa Catarina Schorr, Leon Schulmeister, Robert Seifert, Isabell Sezik, Andreas Sixt, Nikolai Skirke, Linda Marie Spörr, David Tsindeliani, Tina Wackernagel, Smilla Elisa Wippel, Emilia Zachmann weiterlesen Abitur am Lise-Meitner-Gymnasium 2026

Das LMG ist wieder beim Stadtradeln/Schulradeln dabei!

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,
auch in diesem Jahr ist das LMG wieder beim Stadtradeln dabei und wir gehen nun in die 3. Woche. Ich würde mich freuen, wenn wir wieder viele Fahrradkilometer sammeln und unseren Spitzenplatz im Enzkreis behalten können. Also im Zweifelsfall noch schnell registrieren unter https://www.stadtradeln.de/index.php?id=171&L=0&team_preselect=23197 (unter „Registrieren“ ist dann alles vorausgefüllt) und die Kilometer der letzten zwei Wochen ehrlich nachtragen! Hier unser aktueller Stand:

Viele Grüße und bis bald auf dem Rad!
Hartmut Westje-Bachmann und Dietmar Aufmkolk als Team-Captain

Jugend trainiert für Olympia – Leichtathletikmannschaften mit Medaillen

Foto Kustos ©

Beim diesjährigen Kreisfinale in Mühlacker traten wir Mitte Juni bei optimalen äußeren Bedingungen mit vier Mannschaften an. Erstmalig wurde eine U14 Mädchenmannschaft gemeldet, welche von unseren Leichtathletik-Sportmentorinnen Anna Wendel und Mia Jukic betreut wurde und gleich bei ihrem ersten Wettkampf ohne vorheriges Training auf einem guten dritten Platz landete.
Zum zweiten Mal am Start war die U16mixed, bestehend aus fünf Jungen und vier Mädchen, von denen pro Disziplin je eine Wertung pro Geschlecht sowie eine gemischte 4x75m-Staffel in die Wertung kam. Auch bei diesem Team fand kein vorheriges Training statt und alle Mädchen kamen aus anderen Sportarten, sodass der dritte Platz mit lediglich zwei Punkten Rückstand auf den Zweiten sowie 18 auf den Sieger eine Zentimeterentscheidung war. „Hier dürfte in den kommenden Jahren sogar noch mehr möglich sein“, so Herr Kustos, da viele Kinder dem jüngsten Jahrgang angehörten und teilweise erstmalig hoch bzw. weit sprangen oder eine Kugel gestoßen haben.
Die U18-Mädchenmannschaft musste aufgrund des England-Austausches auf mehrere bewährte Kräfte verzichten, zeigte insgesamt aber trotz der minimalen Personaldecke unter Leitung von Frau Bruzzo durchweg gute Leistungen, was am Ende auch zu einem dritten Platz reichte. Auch mit dieser Mannschaft wird die Entwicklung im kommenden Schuljahr interessant werden. weiterlesen Jugend trainiert für Olympia – Leichtathletikmannschaften mit Medaillen

Sportmentoren am LMG

Herr Westje beim Überreichen der Zertifikate an Nils Lutzweiler, Mia Jukic und Fabian Bossert (von links)
Foto Kustos ©

Wie im vergangenen Schuljahr wurden erneut drei Schüler zu den sportartspezifischen Ausbildungen an den Sportschulen angemeldet. Mia Jukic absolvierte mit Erfolg den zweigeteilten Lehrgang der Leichtathletik auf der Sportschule Schöneck und mit Nils Lutzweiler sowie Fabian Bossert wurden sogar zwei Tischtennisspieler zugelassen.
Alle drei lernten neben den jeweiligen Grundlagen in ihren Sportarten vor allem didaktische und methodische Schritte, um die ersten Grundlagen des Trainerseins zu verinnerlichen. Dieses Wissen werden sie nun in den kommenden Jahren nutzen, um an der Schule weitere Kinder an ihre Sportarten heranzuführen. Zudem unterstützen sie die Schulmannschaften im Rahmen des Wettbewerbs Jugend trainiert für Olympia, um weiterhin auf den verschiedenen Ebenen vielfältige Erfahrungen zu ermöglichen, wovon nicht nur die jeweiligen Kinder in den Sportarten, sondern auch in ihrer personellen Entwicklung profitieren. Darüber hinaus unterstützen jahrgangsübergreifenden Teams die Stärkung der Schulgemeinschaft und das Auftreten nach außen.
Th. Kustos

Jugend trainiert für Olympia – Tennismannschaften knapp gescheitert

Fotos Kustos ©

Während unmittelbar vor den Pfingstferien die U14 Jungenmannschaft mit Tom, Mattis, Samuel und Frederik in der zweiten Runde auf den letztjährigen Gegner, das Schiller-Gymnasium Pforzheim, traf, spielten die Mädchen im Wettkampf 1 Mitte Juni ihr Heimspiel gegen das Bach-Gymnasium Mannheim.
Hierbei kam es in Königsbach zu einer besonderen Kuriosität, wodurch am Ende eine Nuance, in diesem Fall die Ausschreibung, den Unterschied machte. Während die LMG-Damen die vorderen beiden Partien eindeutig gewannen, bot sich bei den hinteren beiden Einzeln ein umgekehrtes Bild, die Mannheimerinnen dominierten dort ihre Partien gegen Lena und Annabell, welche ihrerseits die ersten offiziellen Wettbewerbsspiele bestritten, was zu Besonderheiten des Schulwettbewerbs im Generellen gehört, sportliche Erfahrungen zu sammeln. So waren nach den Einzeln die Matchpunkte, die Sätze sowie die Spiele gleich. Trotz mehrerer taktischen Optionen entschieden wir uns dazu, das erste Doppel stark zu machen, um möglichst deutlich zu gewinnen. Die Mannheimerinnen wählten eine andere Variante und gewannen ihrerseits ebenso eindeutig das zweite Doppel, sodass es am Ende 3:3 stand, jede Schule sechs Sätze sowie 41 Spiele hatte und gemäß der Ausschreibung für den Schulwettbewerb der Gewinner des zweiten Doppels, das Bach-Gymnasium Mannheim, weiterkam. Auf Verbandsebene wären wir nun im RB-Finale, die Nuance eines erfolgreichen Ballwechsels hätte gereicht. weiterlesen Jugend trainiert für Olympia – Tennismannschaften knapp gescheitert

Ein starkes Zeichen für Vielfalt und Respekt: Das LMG wird „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

„Wo kommst du eigentlich her?“ – „Hast du heute wieder Reis dabei?“ – „Ihr seid doch alle so gute Sportler!“
Solche oder ähnliche Aussagen begegnen vielen Menschen im Alltag – auf dem Schulhof, im Freundeskreis oder in der Öffentlichkeit. Oft sind sie nicht böse gemeint, können aber dennoch verletzend sein. Doch was ist noch tolerabel und wo beginnt Alltagsrassismus?
Mit genau diesen Fragen setzten sich die Schülerinnen und Schüler des Lise-Meitner-Gymnasiums in den Wochen vor den Pfingstferien intensiv auseinander. In zahlreichen Gesprächen und Diskussionen tauschten sie unterschiedliche Perspektiven aus: Während die Neuntklässlerin Mira die eingangs genannten Aussagen klar als rassistisch einordnet, betont ihr Mitschüler Tim, dass auch der jeweilige Kontext eine Rolle spiele. Schnell wurde deutlich, dass es auf diese Fragen keine einfachen Antworten gibt – umso wichtiger ist der offene Austausch darüber.
Anlass der Aktion war das Ziel der SMV, das Lise-Meitner-Gymnasium in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SOR) aufzunehmen. Federführend engagierten sich dabei die Schülersprecherinnen und Schülersprecher Aielle Güler, Cedric Walch und Anamarija Bilic (alle K1). Ihr Anliegen ist es, das Bewusstsein für Alltagsrassismus und Diskriminierung zu schärfen. Dabei geht es nicht nur um Benachteiligungen aufgrund von Hautfarbe, Aussehen oder Herkunft, sondern ebenso um Ausgrenzung aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Orientierung oder der religiösen Zugehörigkeit.
Den Dreien ist bewusst, dass es eine Schule ohne Rassismus im wörtlichen Sinne nicht geben kann. Vielmehr steht der Beitritt zum Netzwerk für eine gemeinsame Haltung: Alle am Schulleben Beteiligten – Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, das Sekretariat, das Hausmeisterteam, die Reinigungskräfte und weitere Mitarbeitende – verpflichten sich, respektvoll und tolerant miteinander umzugehen und Diskriminierung couragiert entgegenzutreten. weiterlesen Ein starkes Zeichen für Vielfalt und Respekt: Das LMG wird „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“