Arbeitsgemeinschaften 2022/2023

Liebe Schülerinnen und Schüler, sehr geehrte Eltern,

die folgende Tabelle zeigt, welche Arbeitsgemeinschaften im Schuljahr 22/23 am LMG angeboten werden können und für welche Klassenstufen die jeweilige Arbeitsgemeinschaft geeignet ist. Ab Mittwoch, dem 21.9.22 werden die AG-Zettel mit weiteren Informationen an den Pinnwänden im Flur neben Raum 204 eine Woche lang zum Eintragen ausgehängt. Die Arbeitsgemeinschaften starten in der Regel in der 4. Schulwoche (ab dem 4.10.22). Bei weitergehenden Fragen bitte das Klassenlehrerteam oder die verantwortlichen Lehrkräfte kontaktieren.

Der neue Jahresbericht ist da!

Das vergangene Schuljahr in vielen Bildern, interessanten Berichten, Zahlen und Eindrücken – das bietet „Augenblicke – Jahresbericht des LMG“.
Hier finden Schüler*innen und Eltern, Ehemalige und alle Interessierten die Fotos und Berichte zu den Exkursionen, Drei- und Fünftagesfahrten, zu besonderen Unterrichtsprojekten und vielem mehr aus dem Schuljahr 2021/22.

Wir konnten trotz gestiegener Kosten und einem hochwertigen Vollfarbdruck den Preis bei 6 Euro belassen.
Bei Interesse geben Sie Ihrem Kind den Betrag (bitte möglichst passend) mit in die Schule. Über die Klassenlehrer erhalten Sie dann sogleich Ihr Exemplar.

Vielen Dank für Ihr Interesse am Schulleben des Lise-Meitner-Gymnasiums und den „Augenblicken 2021/22“!

M. Kunzmann für das Jahresberichtsteam

Veränderungen im und ums Schulhaus

Wenn gleich die SMV die letzten zwei Jahre aufgrund der Pandemie eher im Hintergrund Dinge bewegt hat, so hat sie dieses Jahr auch einige Dinge erreicht, die im und ums Schulhaus sichtbar sind.

Zu Beginn des Jahres wurde der SMV-Raum neu gestrichen, ausgemistet und mit neuen Tischen, Stühlen und Schränken ausgestattet. Ein Dank geht an den Schulträger, die Schulleitung und an das Hausmeisterteam, die dieses Vornehmen unterstützt und ermöglicht haben.
Weitere Neugestaltungen für den SMV-Raum wie eine Bildergalerie etc. sind bereits in Planung, um die SMV noch persönlicher zu repräsentieren.

Des Weiteren engagierte sich die Umweltgruppe der SMV dieses Jahr für zwei Projekte zugunsten der Insekten auf dem Schulgelände. Im Mai wurde dafür eine bunte Bienenweide durch die Firma Hottinger und das Hausmeisterteam ausgesät, sodass auch Insekten in Zukunft auf das Schulgelände wieder zurückkehren und ein Zuhause finden können. Für die Insekten gibt es zukünftig auch ein großes Insektenhotel auf dem Schulgelände, um auch Wildbienenarten und andere seltenere Insekten anzulocken.
Die SMV kam dafür mit dem benötigten Betrag auf, um Umweltprojekte an der Schule tatkräftig zu fördern.

Für den Pausenhof möchte der Förderverein, auch durch die Spende der Volksbank, dieses Jahr der Schülerschaft eine große Adventure-Box mit Bällen, Springseilen etc. sponsern, sodass auch in den Pausen Spielgeräte zur Verfügung stehen und man sich austoben kann.
Die Container-Box und das Material sind bereits bestellt. Die genaue Umsetzung eines Pfand-Systems befindet sich in Planung. Daher freuen wir uns, dass uns in Zukunft diese Adventure-Box zur Verfügung stehen wird.

Neben der SMV engagierte sich auch die Kursstufe 1 im Frühjahr und setzte sich aktiv für die Umgestaltung des in die Jahre gekommenen Oberstufenraums ein.
Dabei wurden die Wände und Säulen neu gestrichen und die Deckenlampen repariert.
Zudem machte der Förderverein eine sehr großzügige Spende, die das Anschaffen neuer Tische und Stühle ermöglichte. Endlich konnten die alten Tische aus den 70ern Jahren ausgetauscht werden und moderne Möbel diese ablösen. Die neuen Möbel verleihen dem Zimmer eine angenehmere Atmosphäre in den Pausen zum Lernen und Ausruhen für uns als Oberstufe. Wir hoffen, dass sich auch zukünftige Oberstufenschüler:innen daran freuen können. Danke, dass dieser Wunsch durch den Förderverein und die Schulleitung möglich gemacht werden konnte!

Marlena Elsässer K1

Nach Corona beginnt das Aufholen

Rückenwind
Unterstützen die Schüler: Maximilian Heidt, Anja Bauer, Christina Schmitt, Direktor Hartmut Westje-Bachmann, Projekt-Koordinatorin Melanie Zürn, Lukas Weinbrecht und Daria Kramlich (von links).

Zwischen zwei Bäumen ist auf dem Schulhof des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums ein Netz aus elastischen roten und blauen Schnüren gespannt. Vorsichtig heben sich die Schüler gegenseitig hoch und versuchen, sich durch die Maschen zu tragen. Ein Unterfangen, das nur gelingt, wenn alle zusammenarbeiten. Das Ganze findet nicht im Unterricht statt und ist auch keine Arbeitsgemeinschaft, sondern Teil des Projekts „Lernen mit Rückenwind“, bei dem das Land den Schulen Fördermittel zur Verfügung stellt, damit die Schüler nachholen können, was in der langen Corona-Zeit auf der Strecke geblieben ist. Am Königsbacher Gymnasium ist man froh, dass es das Förderprogramm gibt. „Die Corona-Zeit war außergewöhnlich für die Schüler“, sagt Direktor Hartmut Westje-Bachmann: „Da ist es super, dass es nun die Möglichkeit gibt, den Schülern über das Normale hinaus ein Angebot zu machen.“ Er schätzt, dass bis zum Ende des Schuljahrs rund ein Drittel aller Schüler an dem „Rückenwind“-Programm teilgenommen haben wird.

Dabei geht es zum einen darum, fachliche Defizite auszugleichen, vor allem in den Hauptfächern. Die fachliche Förderung richtet sich gezielt an Schüler, bei denen die Lehrer einen Nachholbedarf sehen. Sie kontaktieren die Eltern, die dann zusammen mit ihren Kindern frei entscheiden können, ob sie die Förderung in Anspruch nehmen wollen. „Das Ganze ist als Angebot zu verstehen“, sagt Melanie Zürn, die das Projekt zusammen mit ihrem Kollegen Marc Hoyer koordiniert: „Keiner wird zur Teilnahme gezwungen oder verpflichtet.“ Neben der fachlichen Förderung gibt es auch eine im sozialen und emotionalen Bereich, die in Königsbach aktuell im Klassenverband läuft. Die Lehrer sprechen mit ihren Schülern und fragen, ob Interesse an einer Teilnahme besteht. „Das wird sehr gerne genutzt“, sagt Zürn. In der Corona-Zeit seien für Kinder und Jugendliche viele Aktivitäten zu kurz gekommen, die sonst normal sind: Treffen mit Freunden, Besuch von Jugendclubs, Sport im Verein. Nun gehe es darum, das „Wir-Gefühl“ wieder zu stärken. Gleichzeitig sollen die Schüler auch die Möglichkeit haben, ihre eigene Gefühlswelt zu reflektieren.

Umgesetzt wird das Programm in Königsbach im fachlichen Bereich zum einen von vier Lehrern, die außerhalb ihrer Arbeitszeit noch Kurse anbieten. Und zum anderen von vier externen Kräften, die die Schule über eine Internetplattform gefunden hat. Vom Landesbildungsministerium wurden sie vorher auf ihre Eignung überprüft. Die soziale und emotionale Förderung läuft in Königsbach über den Kooperationspartner Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Anja Bauer ist Naturparkführerin und macht zusammen mit ihrer Kollegin Christina Schmitt mit den Schülern vor allem Teamspiele, in denen jeder seine Talente einbringen kann. „Die Kinder sollen sehen: Meine Talente hat sonst kein anderer“, sagt Bauer und erklärt, es gehe darum, den Teamgeist und das Selbstbewusstsein zu stärken. Die Kinder seien sehr motiviert. Maximilian Heidt bietet für Achtklässler eine fachliche Förderung in Deutsch an. Von den Lehrern hat er vorher erfahren, wo Nachholbedarf besteht. Heidt hat sich für das Projekt gemeldet, weil er den Kindern helfen will. Eine Rolle spielt auch, dass er Deutsch und Chemie auf Lehramt studiert. Ein Studium, das „relativ theorielastig“ sei. „Da ist es gut, für später praktische Erfahrungen zu sammeln.“ Mit der Arbeit aller Förderkräfte ist man laut Zürn hochzufrieden. „Das ist wirklich eine interessierte, engagierte und zuverlässige Unterstützung für uns“, sagt die Koordinatorin: „Auch die Rückmeldungen von den Schülern sind nur positiv.“ Sie hofft, dass die Förderkräfte auch nächstes Schuljahr dabeibleiben. – Nico Roller

Anmeldung für Schulmensa

Liebe Eltern,
ab Montag, 16. Mai 2022 erfolgt das Catering der Mensa durch die Firma Dietrich Werner Goll GmbH aus Niefern-Öschelbronn.
Bis zum 12. Mai 2022 erfolgt die Essensversorgung durch den bisherigen Caterer wie gewohnt .
Warme Mahlzeiten werden ebenfalls von Montag bis einschließlich Donnerstag angeboten. Allerdings ändert sich die Bezahlmethode und Essen müssen ab diesem Zeitpunkt vorbestellt werden. Dies alles kann online erfolgen und wird unter Organisatorisches/Mittagessen erklärt.

LMG zeigt Solidarität mit den Ukrainern und unterstützt Hilfsorganisationen

Klassenraum

Die Lage für Bewohner:innen der Ukraine verschlechtert sich immer weiter und an Schule können viele ukrainische Schüler:innen gerade gar nicht denken. Schulen wurden zu Flucht- und Unterkunftspunkten. Für ukrainische Kinder und Jugendliche ist es zurzeit schwer Bildung zu bekommen und Online-Unterricht für Geflüchtete ist teils nur begrenzt möglich.
Wir fühlen mit allen Urkainer:innen, aber vor allem mit den Schüler:innen, verbunden und wissen den Frieden in unserem Land und die Möglichkeit unbeschwert in die Schule gehen zu können gerade jetzt besonders zu schätzen.
In vielen Schulen in Deutschland gab es Aktionen, um auf den Ukraine-Krieg aufmerksam zu machen – und so auch in unserer Schule. Die SMV hat einige Projekte auf die Beine gestellt. Eines betraf das äußere Zeichen der Solidarität zu den Ukrainern. So hatte jede Klasse hatte die Möglichkeit ihr Klassenzimmer individuell zu gestalten.
Diese Aktion macht nicht nur aufmerksam auf den Krieg und ruft zum friedlichen Beisammensein auf, sondern bindet auch unsere Schulgemeinschaft und erinnert uns daran, dass wir nicht alleine sind. Denn auch für Schüler:innen in Deutschland kann der nahe Krieg eine Belastung sein. Im Rahmen der Klasse hat ein Gespräch mit dem oder der jeweiligen Klassenlehrer:in stattgefunden, in welchem jeder persönliche Unsicherheiten und Ängste mit Klassenkamerad:innen und der Lehrperson teilen und durch das Gespräch Informationen und Sicherheit sammeln konnte. Anonymer war dies auch an der extra für diesen Zweck eingerichteten „Gemeinschaftswand“ möglich, an der jeder Briefe und Nachrichten mit seinen Sorgen bezüglich des Krieges schreiben konnte.
Auch konzentrierte sich das LMG auf Positives und orientiert sich an Möglichkeiten zu helfen. In Zusammenarbeit mit dem DRK, also dem Deutschen Roten Kreuz, hat die SMV außerschulische Aktionsgruppen aus freiwilligen Schüler:innen zusammengestellt, in denen sich jeder freiwillig engagieren konnte. Im Laden der DRK in Pforzheim konnten die Aktionsgruppen des LMG bei der Versorgung der geflüchteten Menschen aus der Ukraine mit Kleidung helfen. Außerdem hat die SMV einen Spendenaufruf gestartet.
Neben all diesen Aktionen möchte und soll unsere Schule jedoch vor allem ein Platz des Wohlfühlens für alle Schüler:innen und natürlich auch Lehrer:innen sein, so steht bei uns auch der Frieden im Fokus.
Paulina Anderer

Jetzt kommt auch Spanisch vor

Es handle sich nicht nur um eine moderne Fremdsprache, sondern auch um eine Weltsprache, die in mehr als 20 Ländern gesprochen werde, sagt Lehrerin Jessika Bogs und meint damit Spanisch: Wer sie beherrsche, könne im Berufsleben punkten und sein ganzes Leben lang davon profitieren. Ab dem kommenden Schuljahr wird Bogs sie am Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium unterrichten. Mit der Einführung von Spanisch erfülle man einen Wunsch, der von Schülern und Eltern immer wieder geäußert worden sei, erzählt Lehrer Dietmar Otto, der die Abteilung Sprachen leitet. Zugleich sollen damit die Wahlmöglichkeiten verbessert werden. Denn bislang mussten die Schüler sich in der sechsten Klasse entscheiden, ob sie ab der siebten Klasse Französisch oder Latein lernen wollen. Fiel ihre Wahl auf Französisch, mussten sie ab der neunten Klasse automatisch das Fach Naturwissenschaft und Technik (NwT) belegen und konnten keine dritte Fremdsprache mehr wählen. Mit der Einführung von Spanisch wird das Angebot künftig deutlich breiter: Wer in der sechsten Klasse Französisch gewählt hat, muss dann nicht mehr automatisch NwT belegen, sondern kann sich auch für Spanisch oder Informatik-Mathematik-Physik (IMP) entscheiden.

Ein Konzept, das auch von den Lehrern begrüßt wird: Klar und deutlich hat sich die Gesamtlehrerkonferenz für die Einführung von Spanisch ausgesprochen. Die Schulkonferenz stellte einen Antrag beim Schulträger, der wiederum an das Regierungspräsidium herantrat. Von dort kam Ende Januar der positive Bescheid. „Da haben wir uns natürlich sehr gefreut“, erzählt Otto. Maßgeblich um die Einführung des neuen Fachs kümmern wird sich Lehrerin Jessika Bogs, die in Venezuela geboren und im Alter von drei Jahren nach Deutschland gekommen ist. Sie hat in Neuerer deutscher Literatur promoviert, in Mexiko Deutsch als Fremdsprache unterrichtet und dort die Außenstelle einer deutschen Schule geleitet. „Da habe ich unglaublich viel mitgenommen.“ Am Königsbacher Gymnasium bereitet Bogs die Einführung von Spanisch inhaltlich, didaktisch und pädagogisch vor. Zudem versucht sie, die Werbetrommel zu rühren. Etwa, indem sie Schnupperstunden in den achten Klassen, eine Präsentation für die Eltern und die Möglichkeit für Rückfragen anbietet. Eine Handvoll Schüler würde reichen, um das Fach starten zu können. Bogs rechnet aber mit deutlich mehr und berichtet von einem großen Interesse. Was nicht zuletzt daran liege, dass Spanisch unter Jugendlichen sehr beliebt sei – auch, weil viele Musiker in dieser Sprache singen.

Im Unterricht will Bogs anwendungs- und kommunikationsbezogen arbeiten, interkulturelle Kompetenz stärken, spielerisch und mit Nachahmung mentale Netze aufbauen. Sie will einen offenen Unterricht gestalten, ihn auf den Alltag der Schüler beziehen und „die echte Welt ins Klassenzimmer holen“. Dabei sollen auch Rollenspiele, Filme und Musik helfen. Geplant ist zudem, eine Schulpartnerschaft mit Spanien zu organisieren, um Schüleraustausche zu ermöglichen. Eine reine Spaß-Veranstaltung wird das Ganze aber nicht: Noten werden verteilt und Klassenarbeiten geschrieben. Weil es sich um ein Hauptfach handelt, wird Spanisch vier Stunden pro Klasse und Woche unterrichtet. Bogs rechnet damit, dass die meisten Schüler schon nach dem Ende des ersten Schuljahrs fließend Spanisch sprechen können: „Es ist beeindruckend, wie schnell die Schüler in der dritten Fremdprachre Fortschritte machen.“ Das führt sie auch darauf zurück, dass Spanisch genauso wie Französisch und Latein eine romanische Sprache ist. – Nico Roller

Informationen zur Anmeldung am LMG

Liebe Eltern von Viertklässlerinnen und Viertklässlern,
liebe Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen,

in diesem Jahr sind die Schulen gebeten worden, keine Tage der offenen Tür oder Ähnliches zu veranstalten, so dass auch wir unsere Informationsveranstaltung, die eigentlich für den 10.2.2022 geplant war, nicht durchführen. Bitte informieren Sie sich gerne auf unserer Homepage allgemein über das LMG. Anmeldeunterlagen und viele weitere Informationen finden Sie hier auf einer eigenen Seite unserer Homepage.

Wir freuen uns auf Ihre Kinder, wenn Sie sich für das LMG entscheiden, und ich bin überzeugt, dass Ihre Kinder sich bei uns wohlfühlen werden!

Mit freundlichen Grüßen
Hartmut Westje-Bachmann
Schulleiter

 

-> Zu den Anmeldeunterlagen und Informationen.

Und hier ist schon einmal der Begrüßungsfilm für die Viertklässlerinnen und Viertklässler:

Frisch, kostenlos und gesund

Auf Knopfdruck: Schülersprecherin Lara Bauch probiert den Wasserspender aus, über den sich auch die Schulleiter Dieter König und Hartmut Westje-Bachmann (von links) freuen. (rol)
Hingehen, Flasche unterstellen und jederzeit kostenlos und in unbegrenzter Menge ein gesundes Getränk bekommen: Am Königsbacher Bildungszentrum geht das. Ab dem neuen Schuljahr gibt es dort für Gymnasiasten und Realschüler einen professionellen Wasserspender, den der Schulverband und die Stadtwerke Bretten installiert haben. Er steht im Untergeschoss direkt neben der Bäckertheke des Gymnasiums und liefert auf Knopfdruck an drei Auslassstellen kostenlos gekühltes Wasser: wahlweise still oder sprudelnd. Der Wasserspender ist an das Leitungsnetz angeschlossen und erfüllt hohe hygienische Ansprüche, weil er ursprünglich für den Einsatz in Krankenhäusern entworfen worden ist. Für sauberes Wasser sorgen unter anderem ein Aktivkohlefilter und ein nachgelagerter Hohlfasermembranfilter. Der Auslaufhahn ist nicht nur hydrophob, sondern auch antimikrobiell beschichtet.

Ein Modell, mit dem die Stadtwerke Bretten bisher nur gute Erfahrungen gemacht haben. Geschäftsführer Stefan Kleck erklärt, in Bretten habe man bereits in allen weiterführenden Schulen Wasserspender aufgestellt und die Schüler hätten sie sofort angenommen. „Es gibt wirklich nichts Besseres.“ Einer Spende der Stadtwerke sei Dank, erhalten in Königsbach nach und nach alle Schüler des Gymnasiums und der Realschule kostenlos eine Trinkflasche. Sie ist robust, enthält keine Weichmacher und entspricht allen lebensmittelrechtlichen Ansprüchen. Sauber gemacht werden kann sie bei 60 Grad Celcius in einer handelsüblichen Spülmaschine. Am Gymnasium sorgt künftig der Förderverein dafür, dass auch in den kommenden Jahren alle neuen Fünftklässler eine Flasche erhalten. „Das ist ein Projekt, von dem alle profitieren können“, betont die stellvertretende Vereinsvorsitzende Dominique Schünhof. Alle Beteiligten sind sich einig, wie wichtig es ist, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Sie hoffen, dass der Wasserspender rege genutzt wird. Die Chancen dafür stehen jedenfalls gut: Viele Schüler hätten schon gefragt, wann er endlich in Betrieb gehen, erzählt Lara Bauch, Schülersprecherin am Gymnasium. – Nico Roller

Container schaffen mehr Platz

Fleißig wurde in den vergangenen Wochen im Außenbereich des Königsbacher Bildungszentrums gearbeitet. In Rekordzeit sind auf der Wiese vor der Sporthalle zwölf Container mit einer Gesamtfläche von rund 500 Quadratmetern errichtet worden. Sie sind notwendig, um den zusätzlichen Raumbedarf zu decken, der am Lise-Meitner-Gymnasium auch durch die Einführung des neunjährigen Gymnasiums (G9) entstanden ist. Wobei das Wort „Container“ eigentlich nicht angemessen ist, um das Bauwerk zu beschreiben. Denn das Ganze sieht mit seiner weißen Fassade und der großen Fensterfront eher aus wie ein Fertighaus. Deshalb spricht Schulverbandsvorsitzender Heiko Genthner (parteilos) auch von Modulbauweise und betont: Zum Einsatz gekommen seien qualitativ hochwertige Bauteile. Er spricht von einem „ganz engen Zeitplan“, der vor allem deshalb habe eingehalten werden können, weil alle Beteiligten hervorragend zusammengearbeitet hätten.

Errichtet wurden sechs Klassenzimmer, alle in Standardgröße und damit von den Dimensionen her in etwa so, wie es sie auch im Hauptgebäude gibt. Der Modulbau wird umweltfreundlich mit LEDs beleuchtet, besitzt Rauchmelder, eine Fluchtwegbeschilderung, eine Lautsprecher- und Brandmeldeanlage. Die Klassenzimmer sind mit einer Tafel, einem Beamer, einer Dokumentenkamera, einem Internetanschluss, einem Computer und einer Schnittstelle für Tablets ausgestattet. Ab dem 13. Juli sind die Module angeliefert worden, nachdem die Gründungsarbeiten abgeschlossen waren. Diese waren notwendig, um ein sicheres Fundament und die Anschlüsse für die Gebäudetechnik herzustellen. Denn im Modulbau gibt es Strom, fließendes Wasser und Breitband. Die Außenfassade wurde isoliert und verputzt. Hergestellt wurde ein Vollwärmeschutz, der zusammen mit Heizung und Klimaanlage dafür sorgt, dass die Innentemperatur im heißen Sommer genauso akzeptabel ist wie im kalten Winter. Der Kaufpreis für den Modulbau lag bei rund 1,2 Millionen Euro.

Er soll so lange stehen bleiben, bis er nicht mehr benötigt wird. Das dürfte dann der Fall sein, wenn der Erweiterungsbau in Betrieb geht, der neue naturwissenschaftliche Fachräume beherbergen soll. An diesem hält man laut Genthner im Schulverband nach wie vor fest. „Der Bedarf ist unbestritten.“ Dass bis dahin nun übergangsweise normale Klassenzimmer in Modulbauweise errichtet wurden, hängt in erster Linie damit zusammen, dass wegen der Einführung von G9 der Raumbedarf gestiegen ist. Bisher haben die Schüler nur acht Jahre an der Schule verbracht, jetzt sind es neun. Eine neue, vorher nicht vorhandene Klassenstufe kommt also dauerhaft hinzu. Die Umstellung von G8 auf G9 hat auch dazu geführt, dass es dieses Jahr am Königsbacher Gymnasium kein Abitur gegeben hat, während gleichzeitig am Dienstag vier neue fünfte Klassen mit insgesamt rund 120 Kindern eingeschult werden. Doch G9 ist nicht der einzige Grund für die Raumknappheit. Die hat es auch vorher schon gegeben, nur eben nicht ganz so deutlich. Vor allem im Bereich der Naturwissenschaften waren laut Direktor Hartmut Westje-Bachmann die Fachräume schon immer knapp, was auch dazu geführt hat, dass Fachunterricht notgedrungen in normalen Klassenzimmern erteilt wurde. „Wir mussten nutzen, was gerade frei war.“

Die Einführung von G9 hält er für richtig. Auch, weil die Schüler so die Möglichkeit hätten, nachmittags einer anderen Beschäftigung nachzugehen, etwa in Vereinen oder Musikschulen. Denn Nachmittagsunterricht gibt es bis Klasse sieben nicht und in Klasse acht nur einmal in einem der beiden Halbjahre. Hinzukommt, dass die Lehrer mehr Zeit für den Stoff haben. „Die Nachfrage ist riesig“, sagt nicht nur Westje-Bachmann, sondern auch die Statistik: Bei der Anmeldung können die Eltern weiterhin zwischen G8 und G9 wählen. Dennoch hat es seit 2015 in einem Jahr nie mehr als zwei Interessierte für G8 gegeben – und damit deutlich zu wenig, um eine Klasse zu starten. Die Schule nimmt regelmäßig Umfragen unter den Eltern vor. 2018 haben 82 von 84 angegeben, sie würden ihr Kind wieder für G9 anmelden. – Nico Roller