Bewegender Abschluss der Schulzeit

Am Ende des Abends stehen alle Abiturienten nebeneinander, um gemeinsam ein Lied zu singen. (rol)

Mit einer festlichen Gala haben die Abiturienten des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums ihren Schulabschluss gefeiert.

Schulter an Schulter stehen am Ende alle gemeinsam auf der Bühne, um ein Lied zu singen. Auch, wenn er nur wenige Minuten dauert, wird dieser Moment in Erinnerung bleiben. Denn er markiert für alle Beteiligten nicht weniger als das Ende eines Lebensabschnitts und den Beginn eines neuen. Mit einem mitreißenden Tanz, mit handgemachter Musik der Band, mit humorvollen Videos und unterhaltsamen Spielen haben die Abiturienten des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums ihren Abschluss gefeiert. Es ist ein Abend voller Erinnerungen, voller Lob, Abschied und Optimismus. 60 Schüler haben die allgemeine Hochschulreife erreicht, etliche von ihnen mit einem Notendurchschnitt, der unter 1,6 liegt. Bei einem beachtlichen Gesamtdurchschnitt von 2,0 haben zwei Schüler sogar eine glatte Eins im Zeugnis stehen.

„Die Welt steht Euch offen“, ruft Direktor Hartmut Westje-Bachmann den Abiturienten in der Remchinger Kulturhalle zu, verbunden mit den besten Wünschen für den weiteren Lebensweg. Er weiß, dass die Schüler nun an einer Schwelle stehen, dass sie den sicheren Rahmen verlassen, den ihnen das Gymnasium jahrelang geboten hat. Westje-Bachmann ist überzeugt: „Es wird viele Wege für Euch geben.“ Wege, auf denen auch Fehler gemacht werden dürfen. Denn: „Keiner ist perfekt.“ Er verweist auf Michael Endes Geschichte von Momo, in der die Helden am Ende „nicht die hochglanzpolierten Internetstars“ sind, sondern Menschen mit Fehlern. De Direktor ruft die Abiturienten dazu auf, den ersten Eindruck zu hinterfragen: bei Menschen, aber auch bei Ideen. Denn: „Die als einfach verkauften Lösungen sind oft falsch.“ Westje-Bachmann bittet die Abiturienten, das Gemeinsame über das Gegeneinander zu stellen, Zeit mit Menschen statt mit Maschinen zu verbringen, sich für den Zusammenhalt in der Gesellschaft und in Europa einzusetzen statt auszugrenzen. „Habt keine Angst zu fragen, denn das kann Euch nur helfen“, sagt der Direktor zu den Abiturienten, die in ihrer Rede auf die vergangenen neun Jahre zurückblicken.

„Abivegas“ haben sie sich als Motto gegeben: „Um jeden Punkt gepokert.“ Passend dazu beschreiben sie die Schulzeit in ihrer Rede als Glücksspiel, inklusive „Online-Casino“ während des Heimunterrichts in der Corona-Zeit. Sie erinnern an Exkursionen, Landschulheimaufenthalte und Bunsenbrenner-Führerscheine, aber auch an Freundschaften und Begegnungen, die sie geprägt haben. Ihr Dank gilt den Familien, dem Team der Schule und den Lehrern. Immer wieder gibt es in der Remchinger Kulturhalle kreative Geschenke, eingebettet in ein buntes Programm: Die Abiturienten zeigen selbst gedrehte Filme und Bildergalerien, mitreißende Tänze und Choreographien. Musik kommt von einer Band, die ebenso wie alle übrigen Mitwirkenden immer wieder tosenden Beifall erhält. – Nico Roller