
Schon mal etwas von Fluoreszenz-Farbstoff, Polymerase-Kettenreaktion oder Short Tandem Repeats gehört? Die Schüler des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums schon. Zumindest die, die sich als Schülermentoren für Molekularbiologie engagieren.
Vorsichtig bewegen die Schüler die Pipette in das durchsichtige Gel, das zwar aussieht wie Wasser, aber etwas dickflüssiger ist und einen Fluoreszenz-Farbstoff enthält. Letzterer ist notwendig, denn später wollen die Schüler unter ultraviolettem Licht einen genetischen Fingerabdruck bestimmen. Damit sie das können, müssen sie eine blaue Flüssigkeit exakt in die winzig kleinen Taschen füllen, die sich im Gel in einer Kunststoff-Konstruktion befinden. Für das menschliche Auge unsichtbar, enthält die Flüssigkeit vervielfältigt einen Teil des Erbguts, der bei jedem Menschen vorhanden ist und sich individuell stark unterscheidet. Zwölf Schüler haben sich im Biologie-Raum des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums mit Fachlehrer Fabian Kreutel getroffen, alle freiwillig, aus eigenem Antrieb und in ihrer Freizeit. Die Aktion findet außerhalb des Unterrichts statt, an einem Mittwochnachmittag kurz vor Weihnachten. Als Mentoren geben die Gymnasiasten ihr Wissen an zahlreiche andere Schüler aus der ganzen Region weiter: unentgeltlich und ehrenamtlich. Denn das Königsbacher Gymnasium ist Stützpunktschule für Molekularbiologie: die einzige in Pforzheim und dem gesamten Enzkreis und eine von nur sieben im Bezirk des Regierungspräsidiums Karlsruhe. weiterlesen Schüler forschen wie an der Universität





