
Sie verbinden Wunden, versorgen Prellungen und leisten seelischen Beistand: 22 junge Leute engagieren sich am Königsbacher Gymnasium als Schulsanitäter.
Groß oder auffällig ist die Plakette nicht, die Direktor Hartmut Westje-Bachmann auf das silbern glänzende Schild am Eingangsbereich klebt. Aber sie ist wichtig, denn sie attestiert dem Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium, dass sein Schulsanitätsdienst ausgezeichnet ist. Die Ehrung kommt vom Landesverband des Roten Kreuzes, der damit das Engagement sowohl der Schüler als auch der Lehrer würdigen will. Iris Herrmann bezeichnet sie als „leuchtende Vorbilder für andere“ und lobt die wertvolle Hilfe, die sie tagtäglich leisten. Die stellvertretende Präsidentin des Kreisverbands weiß, dass dadurch auch „sehr wertvolle soziale Kompetenzen gefördert werden und die jungen Menschen erfahren, wie befriedigend es sein kann, sich für andere einzusetzen und ihnen zu helfen.“ Herrmann hofft, dass viele der Schulsanitäter später dem Roten Kreuz oder anderen Rettungsorganisationen treu bleiben und weiterhin Verantwortung für ihre Mitmenschen übernehmen. Aktuell engagieren sich in Königsbach 22 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von der fünften Klasse bis zur Oberstufe im Schulsanitätsdienst, alle ehrenamtlich und ohne Bezahlung.
Fünf von ihnen sind jeden Tag im Einsatz, um im Ernstfall ihre Mitschüler zu versorgen. Dazu gibt es Schicht- und Dienstpläne, aber auch Piepser und Funkgeräte, die die jungen Sanitäter immer bei sich tragen. Am Königsbacher Gymnasium wissen alle Lehrer: Wenn sich die Piepser melden, dann verlassen die Schulsanitäter wortlos den Unterricht, um sich so schnell wie möglich auf den Weg zur Einsatzstelle zu machen. Wie oft sie pro Jahr alarmiert werden, können sie nicht sagen. Aber wenn man von durchschnittlich drei Alarmierungen am Tag ausgeht, dann kämen bei rund 35 Schulwochen mehr als 400 Einsätze zusammen. Wobei es Tage gibt, an denen gar nichts passiert. Und andere, an denen ein Einsatz auf den anderen folgt. Oft geht es um das Versorgen von Aufschürfungen und Prellungen, aber auch um das Begleiten der emotional aufgewühlten Mitschüler. Wenn die Verletzung größer ist und nicht vor Ort behandelt werden kann, dann verständigen die Schulsanitäter den Rettungsdienst, überbrücken die Zeit bis zu dessen Eintreffen, nehmen ihn in Empfang und zeigen ihm, wo Hilfe benötigt wird. Zudem übernehmen sie bei schulischen Veranstaltungen wie der Unterstufen-Party und den Sporttagen den Sanitätsdienst. weiterlesen Auszeichnung für die Nachwuchsretter







